1. Frage: POS-Marketing ist zurzeit gefragt in den Chefetagen der Markenartikler. Stellen Sie in der Krise eine stärkere Verlagerung der Marketingbudgets in Richtung POS fest?
Ich stelle eine zunehmende Interessensverlagerung fest. Mehr und mehr wird endlich erkannt, dass der POS nicht nur ein Abverkaufspunkt ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zu Markenkommunikation und Imagebildung leistet.
Eine "echte" Budgetverlagerung kann ich noch nicht erkennen. Das Verhältnis zwischen "Säen" (Klassische Werbung) und "Ernten" (POS-Marketing) stimmt noch lange nicht.
Wobei ich nicht ein mehr an Einzelmaßnahmen meine, sondern focussierte, große und relevante Konzepte und Maßnahmen.
Es wird immer noch viel zu viel gemacht und meines Erachtens zu wenig gedacht: Weniger ist bekanntlich mehr! Konzentration statt Verzettelung!
2. Frage: Wie werden die Spezialagenturen dem Zusammenspiel von Marke, Handel und Verbraucheransprache gerecht?
Indem Sie die Brille des Endkunden/Verbrauchers aufsetzen.
Indem Sie die Komplexität des Verkaufs als Prozess erkennen und verstehen.
Indem Sie gemeinsam mit Ihren Kunden klare Ziele und Zielgruppen definieren und nutzenbringende Konzepte, Mittel und Maßnahmen entwickeln.
Indem Sie die Bedürfnisse der Shopper verstehen.
Indem Sie die Mitarbeiter auf der Fläche in den Mittelpunkt stellen.
Indem Sie die Marke, den Markt und das jeweilige Thema erlebbar machen
3. Frage: Nennen Sie Beispiele für gute Performances am POS.
Der Handel wird immer besser!
Mir gefallen viele Initiativen der Supermärkte von Edeka bis Rewe, oder von Zurheide bis Dornseifer.
Die Marken müssen Gas geben!
Gut gefallen mir die neuen Initiativen von Schwarzkopf Henkel und Ferrero.
4. Frage: Aktionsgestaltung befindet sich im permanenten Spannungsfeld zwischen Hersteller- und Handelsanforderungen. Wie lösen die Spezialagenturen das Problem?
Auch hier gilt "Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler"!
Den Kunden in den Mittelpunkt stellen, er ist die gemeinsame Klammer, bzw. Brücke zwischen Hersteller und Handel.
Die Herausforderung liegt im Verständnis der Marke Handel und der Herstellermarke und der erforderlichen Synchronisation beider.
Mein Rezept: Vom Endkunden aus Denken und Planen - Handeln entlang der Wertschöpfungskette: "Thru-the-line-Marketing"
Bilden Sie Begeisterungsgemeinschaften - Emotionalität zählt mehr denn je, oder "Was man will - muss man mögen"!
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